Alles vorbei !!

Geschichte

Ein genaues Gründungsdatum der Ledigengesellschaft Ablach lässt sich leider nicht mehr feststellen.

Die ältesten Vorstände die wir noch ausfindig machen konnten sind:
ca. 1952-1953 Helmut Lang wohnhaft in Langenhart
ca. 1953-1958 Alfons Schultheiß
ca. 1958-1968 Johann Strobel
bis 2003 Michael Häberle
2003-2004 Stefan Wohlhüter
2004-2005 Vorstandschaft
2005-2008 Marc Teufel
2008- lfd. Christoph Burth


Bereits damals zählte der Ledigenverein zwischen 30 und 40 Mitgliedern.

Wir sind ein Verein in den nicht jeder kann und darf! Wir sind die Ledigen und das bedeutet,
keinen Ring an der rechten Hand (OK Freundin ist erlaubt!),
Wohnort in Ablach und männlichen Geschlechts (bei Fragwürdigkeit liegt die Beweispflicht beim Mitglied)

Die LG Ablach ist in der Gestaltung des Dorflebens sehr aktiv,
so sind wir in der fünften Jahreszeit die Hauptinitiatoren des bunten Treibens im Ort.


Fasnet-Programm:

Schon im Vorfeld der Fasnet schreiben wir Ledigen Urteile! Die Angeklagten werden dann in den Wochen vor der Fasnet „geladen“,
d.h. ihnen wird das Urteil zuhause vorgelesen. Manche behaupten es würde hierbei auch Alkohol verzehrt.

Seit 1958 wird jeder Reigschmeckte, Neu-Ehemann, Neu- o. Wieder-Vorstand, Meister „verurteilt“ und gebräutelt. Die Urteile wurden ins Leben gerufen um dem ganzen Treiben um den Narrenbaum ein bisschen Sinn zu geben,
da zuvor die Bräutlinge nur „so“ um den Baum getragen wurden.

Samstag
Schon früh am Morgen wird der Narrenbaum geschlagen. Dieser wird am gleichen Tag noch am Karlsplatz gestellt. In der Festhalle findet abends dann noch der Ledigenball statt.

Früher wurden am Ledigenball noch Spiele wie Seilziehen veranstaltet, heute spielt eine Live-Band oder ein DJ für die Jungen und Junggebliebenen aus der Umgebung. Der Termin wurde im Jahr 2006 erstmals von Samstag auf Mittwoch verlegt.

Sonntag
Die Angeklagten nehmen gegen 11 .00 Uhr ihre Henkersmahlzeit ein. Danach werden sie am Karlsplatz „verurteilt“ (gebräutelt). Im Anschluss findet der Kinderball in der Festhalle statt.

Bis 1966 wurde immer am Fasnet-Dienstag gebräutelt, da aber in diesem Jahr das erste mal der Umzug in Krauchenwies stattfand wurde das Bräuteln auf Sonntag verschoben.

Montag
Die Ledigensteuer wird fällig. Die Ledigen machen sich auf den Weg und sammeln an jedem Haus Eier, Fisch, Wein usw. Auch hier haben wir uns sagen lassen wurde hin und wieder schon ein Gläschen Schnaps getrunken.

Mittwoch
Ab 19.30 Uhr wird im Löwen in Ablach der Narrenbaum versteigert. Dazu gibt es die gesammelten Speisen.

Bevor die Fasnet 1976 das erste mal in der Festhalle gefeiert wurde, war es üblich, dass sich die beiden Wirtschaften Löwen und Adler in der Ausrichtung abwechselten. Zu dieser Zeit spielten die Ledigen auch noch Theater.

Einnahmen Theatervorstellung 1954: 139,14 DM
Durchschnittsstundenlohn 1954: 1,83 DM
Preis für 1 l Bier 1954: 0,62 DM
Preis für 1 kg Brot 1954: 1,21 DM

Bräuteln was ist das eigentlich?

Das Bräuteln ist in den Dörfern und Städten Hohenzollerns ein alter Brauch, der auf die Zeit nach dem 30-Jährigen Krieg zurückgeht.
Er galt zur Aufmunterung der Lebenslust im Allgemeinen und der Heiratslust im Besonderen. Heute wird das Bräuteln als ein Aufnahmeritus in die örtliche Gemeinschaft gesehen und findet jedes Jahr, am Fasnetsonntag statt.
Die Bräutlinge, alle Männer (es gab auch schon Ausnahmen), werden unter den Klängen der Musikkapelle auf der Bräutelstange um den Narrenbaum getragen.
Sie verteilen dabei Süßigkeiten an die Dorfbevölkerung.

Die Ledigen stellen nicht nur den Narrenbaum, sondern auch in der Nacht vom 30.04. auf den 01.05 den Maibaum. Der Baum wird bis in die frühen Morgenstunden von den Ledigen bewacht, denn es sollen auch Leute unterwegs sein, die nicht bewachte Bäume zersägen.

Auch das Anna-Fest wird von den Ledigen begleitet. Nach der Kirche gibt es ein Frühschoppen mit der Musikkapelle direkt vor der Kirche. Den ganzen Tag lädt die Ledigengesellschaft zum gemütlichen Beisammensein.

In Früheren Jahren war es ein Privileg, dass der Ledigenvorstand die Eröffnung des Brauttanzes vornahm. Dies kostete den Vorstand für den ersten Tanz eine Runde Rotwein, für die zweite Runde war dann eine Runde Weißwein fällig.

Auch bei uns wird Geselligkeit sehr groß geschrieben. Wir gehen einmal im Jahr für ein Wochenende auf eine Hütte und wenn das Ersparte noch reicht, gibt es dazu noch einen meist mehrtägigen Ausflug.
Die sportlichen unter uns, treffen sich in den Sommermonaten zum Fußball spielen. Nach Weihnachten beginnt die Zeit wo wir als Richter tätig werden und die o.g. Urteile schreiben. Bei uns ist also immer was los.

Der Mitgliederstand ist in den letzten Jahren stetig angestiegen, mag sein, dass wir nicht so leicht unter die Haube zu bringen sind, wir dagegen meinen es ist die gute Gemeinschaft!!!!!!

Mitgliederstand 31.12.2009 22 Mitglieder